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Fotoausrüstung und Fotobearbeitung

Fotoausrüstung

Meine Fotos wurden bis Anfang 2007 mit einer analogen Spiegelreflex-Kamera (Canon EOS 1000 F) angefertigt. Damals wurden die Bilder noch eingescannt. Die Fotos ab Frühjahr 2007 entstammen einer Nikon Coolpix 8400. Ab Ende 2007 fotografierte ich mit einer Canon Digital IXUS 900 Ti, bei der sich im November 2010 leider der Belichtungsmesser vertschüsste. Seitdem habe ich eine Canon IXUS 300 HS, die zwar super, aber für das Fotografieren am Mikroskop nicht gut geeignet ist.. Anfang 2011 kaufte ich nach längerem Überlegen auch noch eine Canon Powershot A 495. Diese sehr preisgünstige Kamera funktioniert am Mikroskop hervorragend und lässt sich auch leicht am Okular adaptieren.
Ansonsten dient sie meinem Mann für Schnappschüsse während seiner Motorradtouren.

Seit Juli 2009 besitze  ich auch eine digitale Spiegelreflex-Kamera (Canon EOS 1000d) mit drei Objektiven, u.a. einem Makro-Objektiv (EF 100 mm f/2.8 Macro USM). Die Fotos ab Ende Juli 2009 sind überwiegend mit dieser Kamera entstanden. Die handliche IXUS verwende ich vor allem dann, wenn ich höher in die Berge gehe und kein Gewicht mit mir rumschleppen möchte. Am Mikroskop arbeite ich seit Anfang 2011 mit der Canon Powershot A 495.

Ab und zu fotografiere ich mit zwei Kameras parallel - insbesondere dann, wenn ich ein mir bisher unbekanntes Tier gefunden habe und es zwecks Bestimmung möglichst sicher "im Kasten" haben möchte.

Mitunter verwende ich ein einfaches, höhenverstellbares Einbein-Stativ (KÖNIG, KN-TRINOD45), das mir vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen und bei der Verwendung des Teleobjektivs gute Dienste leistet.

Seit dem November 2009 bin ich auch noch im Besitz eines Fernauslösers (Canon RS-60E3) und eines leichten Dreibein-Stativs (hama, star 61).

Die Adaption meiner Canon Powershot A 495 am Mikroskop ist denkbar simpel und kostete mich gerade mal 5 Euro:



Es handelt sich um ein 7,5 cm langes Eisenrohr mit 28 mm Innendurchmesser, das mit vier Fixierschrauben versehen ist. Dieses wird einfach über eines der beiden Okulare geschoben und mit den beiden linken Schrauben fixiert. Die beiden Schrauben rechts dienen der Befestigung des Kamera-Objektivs.

Am Mikroskop fotografiere ich zwar am liebsten frei Hand direkt durch das Okular (Kamera direkt aufgesetzt), aber für zu stackende Fotos von sperrigeren Objekten benötigt man entweder ein Stativ oder eine stabile Adaption der Kamera am Mikroskop. Meine Lösung ist zwar nicht besonders elegant, funktioniert aber prima.


Bildbearbeitung

Bis Juni 2007 hatte ich meine Fotos überwiegend mit "MS Picture It" bearbeitet. Seit Juli 2007 arbeite ich ausschließlich mit Photoshop. Hier genügt mir die Version "Elements" (Version 5.0). Ich achte darauf, die Fotos möglichst nicht zu verfremden. I.d.R. beschränkt sich die Bildbearbeitung auf das Freistellen des Motivs.

Bei Nachtbildern oder Fotos, die unter ungünstiger Beleuchtung entstanden sind, ist oft eine aufwändigere Bildbearbeitung erforderlich: Aufhellung, Schärfung und Änderung der Farb-Temperatur. Teilweise werden auch störende Bildelemente zwecks ästhetischerem Bildeindruck oder Reduzierung der Dateigröße überstempelt.

Im folgenden zeige ich ein Fotobearbeitungsbeispiel. Den abgelichteten Laufkäfer fand ich spätabends im Arbeitszimmer. Ich verfrachtete das Tier kurzzeitig in ein Gefäß und fotografierte es unter meiner Schreibtischlampe. Dies ist das Ergebnis:

Das obige Foto ist nicht nur unterblichtet und aufgrund der künstlichen Beleuchtung gelbstichig, der Käfer muss auch freigestellt werden, damit man etwas erkennt. Nach der Bildbearbeitung sieht es so aus:



Nun erkennt man, dass es sich um den Großen Kahnläufer (Calathus fuscipes) handelt.

Etwas aufwändiger gestaltet sich die Nachbearbeitung mikroskopischer Bilder. Hier genügt die bloße Freistellung des Motivs meistens nicht. Auch werden manche Objekte "gestackt", d.h. mittels mehrerer Bilder gestapelt. Dies ist aufgrund der sehr geringen Schärfetiefe bei starker Vergrößerung oft nötig. Möglich ist es auch, die Panorama-Funktion von Bildbearbeitungsprogrammen zu nutzen. Bisher erledige ich dies mit Photoshop Elements 5.0, manchmal aber auch mit dem kostenlosen Stack-Programm Picolay. Das Stacken ist nur bei unbewegten Objekten möglich. Folgend ein gestacktes Foto (gestapelt aus 18 Einzelbildern mittels Picolay, automatischer Durchlauf, d.h. ohne besondere Optionen):



Eine ca. 130-140 µm lange Schwamm"nadel" der Gattung Sterraster (det. Rupert Lenzenweger) aus einer 11 Mio. Jahre alten Mergelschicht Oberösterreichs (sog. "Rieder Schichten").

Hier ein Beispiel für die moderate Nachbearbeitung eines mikroskopischen Fotoausschnitts:



Die beiden Fotos zeigen die Zieralge Euastrum oblongum  (Längliche Sternalge) aus der Schwemm bei Walchsee. Das Ursprungsfoto ist viel zu dunkel. Es wurde aufgehellt, außerdem wurden Kontrast, Farbintensität und Schärfe erhöht. Das Ergebnis ist die Alge, wie ich sie durch das Okular des Mikroskops gesehen hatte.


Zusätzliches für Geländegänge

Bin ich außerhalb des Gartens bzw. dessen direkt anschließendem Areal mit der Kamera unterwegs, nehme ich zusätzlich zur Fotoausrüstung meist auch noch folgendes mit:

- einen auf 55 mm Länge zugeschnittenen Mess-Streifen,
- ein verschließbares Behältnis mit Luftlöchern,
- eine Lupe,
- ein kleines Feldbuch für Notizen
- einen Bleistift plus Radiergummi und
- ein Taschenmesser zwecks Probenentnahme.


 
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen. (Johann Wolfgang von Goethe)
 

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